Über 600 Kilometer durch Japan: Bikepacking mit dem VELLO Faltrad

Zwei Eindrücke von Lauris Bikepacking-Reise durch Japan: Links steht das voll beladene VELLO Alfine 11 vor einem verlassenen japanischen Gebäude, rechts macht Lauri im gelben Regenponcho neben dem Fahrrad vor einer alten Industrieanlage in den nebelverhangenen Bergen Rast.

Mit Lauri und dem VELLO Alfine 11 durch Japans beeindruckende Landschaften

Von malerischen Küstenstraßen über nebelverhangene Bergpässe bis hin zu abgelegenen Dörfern: Japan bietet unzählige Möglichkeiten, das Land auf zwei Rädern zu entdecken. Doch wie reist es sich mit einem voll beladenen Faltrad durch das Land der aufgehenden Sonne?

In dieser Ausgabe von „Stories from the Road“ begleiten wir Lauri aus Graz auf einer außergewöhnlichen Bikepacking-Reise durch Japan. Mehr als 600 Kilometer legte Lauri mit dem VELLO Alfine 11 zurück und erlebte dabei, wie viel Freiheit die Kombination aus Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen kann.


Wir stellen vor: Lauri

Woher kommst du und was machst du beruflich?

Hey! Ich bin Lauri, ungefähr 30 Jahre alt und komme aus Graz. Beruflich mache ich irgendwas mit Funktechnik oder Kunst, manchmal auch in Kombination. Außerdem liebe ich das Fahrradfahren und -basteln in jeder Form.

Zwei Eindrücke von Lauris Bikepacking-Reise durch Japan: Links transportiert Lauri das gefaltete VELLO Alfine 11 im Aufzug, rechts führt ein Schotterweg zwischen grünen Reisfeldern durch die japanische Landschaft.

Was bedeutet Radfahren für dich?

Radfahren ist für mich der ultimative Weg, um von A nach Z zu kommen und trotzdem jeden Punkt dazwischen zu erleben, ohne zu Fuß gehen zu müssen.

Japan auf zwei Rädern: Zwischen Küstenstraßen und Bergpässen

Die Idee, Japan mit dem Fahrrad zu bereisen, begleitete Lauri bereits seit mehreren Jahren. Als ein Treffen mit Freund:innen in Tokio geplant wurde, war schließlich der perfekte Anlass für das Abenteuer gefunden.

Wie ist die Idee entstanden, Japan mit dem VELLO Bike zu bereisen?

Die Idee geisterte schon seit drei bis vier Jahren in meinem Kopf herum. Einerseits wollte ich eine „echte“ Radtour machen, andererseits aber flexibel bleiben und längere Industriegebiete oder Vorstadtetappen mit dem Zug überspringen können.

Also begann ich, verschiedene Falträder auszuprobieren. Wichtig war mir, dass ich damit auch mehrere Stunden bequem fahren und voll beladen Bergpässe bewältigen konnte. Das Verhältnis zwischen „echtem Fahrrad“ und Praktikabilität hat beim VELLO einfach sehr gut gepasst.

Bikepacking-Ausrüstung für Lauris Japanreise mit dem VELLO Alfine 11, darunter Fahrradhelm, Campingausrüstung, Taschen und Zubehör, übersichtlich auf einem Holztisch angeordnet.

Wie sah deine Route durch Japan aus?

Insgesamt war ich etwas mehr als einen Monat unterwegs, davon ungefähr zwei Wochen auf Solo-Radtour.

Los ging es in Fukuyama, von wo aus ich über den berühmten Shimanami Kaido nach Shikoku fuhr. Die rund 70 Kilometer lange Route verbindet mehrere Inseln über beeindruckende Brücken. Anschließend ging es entlang der Küste nach Matsuyama, durch die wunderschöne Präfektur Ehime und weiter zur Pazifikküste.

Nach etwa 350 Kilometern wechselte ich auf Regionalzüge, bevor ich meine Tour durch das bergige Landesinnere fortsetzte. Später traf ich mich mit Freund:innen und unternahm weitere Tagesausflüge auf der Izu-Halbinsel und in Tokio.

Unvergessliche Momente: Durch das Iya Valley

Zwischen tropischer Hitze, einsamen Bergstraßen und spektakulären Abfahrten wurde besonders die Fahrt durch das Iya Valley zu einem der eindrucksvollsten Erlebnisse der Reise.

Welcher Abschnitt deiner Reise ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Vor allem die Präfektur Ehime wird mir lange im Kopf bleiben: wunderschöne Landschaften, herzliche Menschen und superguter lokaler Sake!

Ein besonderes Erlebnis war aber auch die Fahrt durch das Iya Valley. Nach zehn Tagen extremer Hitze nutzte ich die kühleren, regnerischen Temperaturen für eine Tour durch die Berge.

Die Landschaft war traumhaft und passte perfekt zum nebelverhangenen Tag. Unterwegs kam ich durch Nagoro, das sogenannte Vogelscheuchendorf. Dort ersetzen Hunderte lebensgroße Strohpuppen die ehemaligen Dorfbewohner, warten auf den Bus oder sitzen beim Kartenspielen.

Zwei Eindrücke von Lauris Bikepacking-Reise durch Japan: Links steht das voll beladene VELLO Alfine 11 vor einer malerischen Küstenlandschaft mit Blick auf das Meer und die Berge, rechts neben einer lebensgroßen Vogelscheuche am Straßenrand.

Anschließend ging es weiter auf einen etwa 1.500 Meter hohen Bergpass beim Mt. Tsurugi. Die Abfahrt durch nebelverhangene Täler und Schluchten zurück auf Meeresniveau war ein Traum und beantwortete die Frage, die ich mir unterwegs immer wieder stellte: „Wieso tu ich mir das eigentlich an?“

Mit rund 130 Kilometern und 1.600 Höhenmetern war das gleichzeitig der längste Tag meiner Tour.

Bikepacking in Japan: Zwischen Hitze, Konbinis und Campingplätzen

Japan bietet Radreisenden eine einzigartige Mischung aus abwechslungsreicher Landschaft, gut ausgebautem öffentlichem Verkehr und praktischen Versorgungsmöglichkeiten. Ganz ohne Herausforderungen verlief die Reise allerdings nicht.

Was war die größte Herausforderung unterwegs?

Definitiv die Hitze! Im Hochsommer ist es in Japan unglaublich heiß und schwül. Das war zwar vorhersehbar, aber trotzdem anstrengend.

Meine kaum vorhandenen Japanischkenntnisse und die begrenzten Englischkenntnisse vieler Einheimischer waren erstaunlich selten ein Problem. Aber wenn, dann richtig!

Was hat dich an Japan als Bikepacking-Destination besonders begeistert?

Die Konbinis sind genial für Radreisende! Abgesehen von abgelegenen Gebieten kommt man alle paar Kilometer an einem vorbei. Dort gibt es alles, was man unterwegs braucht: Sandwiches, Obst, Energieriegel und sogar richtig gute warme Mahlzeiten.

Auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind super. Es gibt viele kostenlose oder günstige Campingplätze, oft sogar mit fließendem Wasser und Strom. Und wenn man sich nach einer Dusche sehnt, findet man selbst in kleineren Städten meist spontan ein günstiges Hotel.

Lauris Campingplatz während der Bikepacking-Reise durch Japan: Das zusammengefaltete VELLO Alfine 11 steht auf einer Wiese neben einem kleinen Zelt und der Campingausrüstung.

Maximale Flexibilität: Mit dem VELLO Alfine 11 durch Japan

Für Lauri war die Kombination aus Fahrrad und Zug entscheidend. Mit dem faltbaren VELLO Alfine 11 ließen sich auch abgelegene Regionen erkunden, ohne auf spontane Änderungen der Reiseroute verzichten zu müssen.

Welche Rolle spielte die Faltbarkeit des VELLO auf deiner Reise?

Ohne Faltrad hätte ich definitiv viel mehr planen müssen und wäre wahrscheinlich nicht so spontan unterwegs gewesen.

In Japan benötigt man für die Fahrradmitnahme im Zug einen sogenannten Rinko-Bag, also eine Tasche, in der das Fahrrad verstaut wird.

Meine leichte Campingausrüstung hatte ich in einem Drybag am vorderen Gepäckträger befestigt. Der konnte auch beim Zusammenfalten am Fahrrad bleiben. Ich musste also nur meinen Rucksack abnehmen und war innerhalb weniger Minuten vom Rad- im Zugmodus!

Gerade auf kleineren Regionalbahnstrecken wäre es mit einem normalen Fahrrad deutlich schwieriger gewesen. Und genau diese Zugfahrten haben oft den meisten Charme.

VELLO Alfine 11 auf Bikepacking-Reise durch Japan: Links steht das voll beladene Faltrad neben einem japanischen Regionalzug, rechts ist das zusammengefaltete Fahrrad in einer Transporttasche im Zug verstaut.

Was hat sich am VELLO Alfine 11 besonders bewährt?

Verlässlichkeit und Stabilität waren mir bei der Auswahl besonders wichtig. Der starre Hauptrahmen macht beim Fahrgefühl wirklich viel aus.

Auch die Kombination aus Alfine 11 Nabenschaltung und Riemenantrieb war ideal. Die Schaltung erspart viel Kopfzerbrechen und die Übersetzung war, bis auf wenige Stellen im Gebirge, vollkommen ausreichend.

Außerdem ist es gerade bei einem Faltrad genial, sich beim Zusammenfalten und Tragen nicht ständig an einer öligen Kette schmutzig zu machen.

Final Thoughts: Freiheit auf zwei Rädern

Über 600 Kilometer, zahlreiche Höhenmeter und unzählige neue Eindrücke: Lauris Reise zeigt, dass ein Faltrad weit mehr kann, als den täglichen Weg durch die Stadt zu erleichtern.

Ob entlang der Küste, auf abgelegenen Bergpässen oder beim spontanen Umstieg in den nächsten Regionalzug, mit dem VELLO wurde Japan zu einem Abenteuer voller Möglichkeiten.

Zwei Eindrücke von Lauris Bikepacking-Reise durch Japan: Links steht das voll beladene VELLO Alfine 11 auf einer roten Brücke inmitten eines dichten Waldes, rechts vor einem traditionellen japanischen Gebäude mit einem roten Getränkeautomaten.

Und wohin führt die nächste Reise?

Welche Region möchtest du als Nächstes mit deinem VELLO entdecken?

Kyushu würde mich sehr interessieren. Oder Hokkaido! Aber das hat Zeit, schließlich gibt es auch in Europa noch viel zu entdecken.

Ganz nach Lauris Lieblingszitat aus den Mumin-Geschichten:

„Alle Dinge sind doch äußerst ungewiss, und genau das gibt mir das Gefühl der Beruhigung.“

Wohin geht's mit deinem VELLO als Nächstes?